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Wie geht es nach Japan weiter?


Where do we go from here?


🎶 

Why is the path unclear?

When we know hope is near?

Understand we'll go hand in hand,

but we'll walk alone in fear.

Tell me!

Where do we go from here?

🎶

(Buffy The Vampire Slayer: Where do we go from here)


Was macht man, wenn man sein großes Ziel – 2 Jahre in Japan zu leben – erreicht hat? Wenn die Zeit, für die man solange Pläne geschmiedet hat, zu Ende geht? Wenn die letzte Japan-To-Do-Liste vollständig abgehakt ist?

Man setzt sich neue Ziele und schmiedet neue Pläne!


Mein Weg in die Selbstständigkeit

Meine erste Tätigkeit als Freiberuflerin übte ich 2009 aus, nachdem ich im Anschluss an mein Praktikum beim Auer Verlag gefragt wurde, ob ich das Unternehmen während des Studiums weiterhin als Lektorin unterstützen möchte.

In den darauffolgenden 10 Jahren kamen weitere Tätigkeiten auf freiberuflicher Basis dazu, mal als Lektorin für Verlage, mal als Unterstützung im Marketing, mal als Korrekturleserin für Freundinnen und Freunde.
Gefühlt war ich immer ein bisschen selbstständig tätig. Aber immer nur nebenberuflich. Meine Angestellten-Jobs hielten mich zu sehr beschäftigt und machten mir zu viel Spaß, um mal ernsthaft mit dem Gedanken zu spielen, mich komplett selbstständig zu machen.


Dann kam Tokyo.

Und die ersten Jobzusagen in Japan.

 

Dann kam Corona.

Und die Jobabsagen in Japan.

Entgegen meiner Planungen und Ziele wurde mein erster Job in Japan deshalb ein Full-Remote-Job für eine Amazon-Agentur in Deutschland. Da sich "Full-Remote" mit Wohnsitz in Japan aber arbeitsrechtlich nicht verwirklichen ließ, lief auch dieser Job auf Selbstständigen-Basis.

Die Arbeit gefiel mir. Das Arbeiten von Zuhause aus. Meine freie Zeiteinteilung. Meine kreativen Tätigkeiten. Mein Fokus auf Amazon. Das Texten sowieso.

Aber schon wieder hing ich in Meetings fest, die ich für Zeitverschwendung hielt. Schon wieder musste ich mir bestimmte Zeiten für verschiedenste Calls blocken. Schon wieder musste ich Dingen und Entscheidungen hinterherrennen. Schon wieder führte ich Tätigkeiten aus, die ich nicht für sinnvoll hielt. Schon wieder erzielte ich Erfolge, die nicht in meine eigene Tasche einzahlten. Und schon wieder musste ich Entscheidungen akzeptieren, die mir nicht gefielen.

Diesmal war ich endlich bereit, den Schritt in die komplette Selbstständigkeit zu wagen. 


Im Frühling diesen Jahres führte ich eine Unterhaltung mit einer Freundin.

Ich: „Ich spiele gerade mit dem Gedanken, mich selbstständig zu machen.“

F.: „Aber du arbeitest doch schon lange selbstständig?“

Ich: „Ach echt, findest du?"

F.: „Na, was denn sonst?"

Ich: „Na ja, ich arbeite von Japan aus als Freelancerin für Unternehmen in Deutschland, weil man mich ohne Wohnsitz in Deutschland nicht anstellen kann.“

F.: „Aber wo liegt da der Unterschied? Du arbeitest doch trotzdem selbstständig für verschiedene Kundinnen und Kunden?"

Ich: „Ja, schon. Aber zu ner richtigen Selbstständigkeit gehört für mich ein Unternehmensname, eine Website, ein Businessplan. Eine bewusste Entscheidung mit Plänen und Zielen eben.“

F.: „Ganz ehrlich? Für mich bist du auch so schon selbstständig. Aber wenn du diese Dinge benötigst, um dich selbstständig zu machen oder dich so zu bezeichnen, dann weißt du ja, was du zu tun hast.“

 

4 Monate später:

Mein Unternehmensname? descriptionista

Meine Website? www.descriptionista.de 

Mein Businessplan? besitzt die Dateiendung "_final"

Mein Beruf? Ich bin selbstständige Amazon-SEO-Texterin. 

Seit September nenne ich mich nun offiziell selbstständig und soll ich euch was verraten?

I love it!

Ich liebe es so sehr, dass ich das Jahr 2022 beruflich gar nicht erwarten kann und mich auf all die anstehenden Projekte und das Entwickeln neuer Ideen wahnsinnig freue. Denn diesmal sind es meine eigenen Ideen, meine eigenen Erfolge und meine eigenen Umsätze.

 


Aber was euch wahrscheinlich viel mehr interessiert, ist die Frage: 


Wo werdet ihr leben, wenn ihr aus Japan zurückkommt?

Ab Februar 2022 heißt unser neuer Wohnort ...

... Berlin.

Ja, richtig gelesen. Team Muli geht nach Berlin.


Berlin vs. München: Seit Ulis Firma ihm angeboten hat, entweder an den Standort München zurückzukehren oder stattdessen in Berlin zu arbeiten, überlegten und diskutieren wir lange über die Vor- und Nachteile der beiden Städte.

München überzeugte in erster Linie durch Freunde und Familie – gerade das, was wir hier in Japan so sehr vermissten und auf das wir jetzt so lange verzichten mussten. Außerdem lieben wir München. Die Isar. Die Biergärten. Die Wiesn. Das Backstage. Die Nähe zu den Bergen.
Und es wäre so schön einfach in München. Weil wir alles schon kennen. Weil es so sauber und sicher ist.

Für Berlin aber sprach das Neue, das weitergehende Abenteuer, der Next-Step nach Tokyo. Eine internationalere Stadt. Eine buntere Stadt. Eine lautere Stadt. Eine Stadt mit so vielen Möglichkeiten. Etwas, das wir in Tokyo zu schätzen gelernt haben. Und nach München war es von Berlin aus ja auch gar nicht so weit (im Vergleich zu Tokyo).

Für meinen Job spielt der Wohnort nun zwar keine Rolle mehr, aber trotzdem klang Berlin mit seiner Startup-Szene, seiner Freelancer-Community und seiner Veranstaltungswelt verlockend. Für Uli versprach das Arbeiten in Berlin mehr Freiheiten und mehr Chancen als in München.


So sehr wir es auch drehten und wendeten, unsere Herzen schlugen 50:50 für München und Berlin.

Doch auf einmal war Ulis Jobangebot in Berlin gar nicht mehr so sicher wie anfangs geglaubt. Wir erwarteten einen Anruf von Ulis Chef, der ihm mitteilen wollte, ob Berlin noch zur Diskussion stand oder nicht. In diesem Moment horchten wir in uns hinein und überlegten, wie es uns gehen würde, falls Berlin plötzlich wieder aus dem Spiel war. Wären wir erleichtert? Nein, stattdessen waren wir bei dem Gedanken ein wenig enttäuscht. Wir stellten fest, dass wir uns schon irgendwie auf das neue Abenteuer gefreut hatten.

Und als Ulis Chef ihm dann mitteilte, dass er nach Berlin gehen könne, wenn er denn wolle, stand für uns fest:

Berlin it is!

Natürlich ist uns bewusst, dass Berlin uns vor viele Herausforderungen stellen wird.
Aber hey, wir haben Tokyo gemeistert, dann sollten wir Berlin doch auch schaffen, oder?


Und für meine in Japan selbst zubereitete Currywurst aus übrig gebliebenen, gebratenen Weißwürsten würden mich wohl sowohl die Münchner als auch die Berliner verachten. Aber ich fand`s mega!

In diesem Sinne:

#aufnachberlin 


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Kommentare: 5
  • #1

    Marianne Schmidt (Mittwoch, 08 Dezember 2021 08:19)

    Alles alles Gute zurück in Deutschland und guten Start in Berlin!

  • #2

    Jana Remus (Mittwoch, 08 Dezember 2021 08:38)

    Wie cool!! Melde dich gerne mal, wenn ihr in Berlin angekommen seid!! :-)

  • #3

    Elisabeth Feige (Mittwoch, 08 Dezember 2021 20:39)

    Wow, irre viel Glück und Erfolg in Berlin, Du in der Selbständigkeit, Uli im Berlin-Job und genießt noch die verbleibende Zeit in Japan �� herzliche Grüße Elisabeth

  • #4

    Anne Michalzik (Mittwoch, 08 Dezember 2021 20:50)

    Wow, Melanie! Mega, die Entscheidung für die Selbstständigkeit und für die Website! Schaut super aus und ich wünsche dir viele spannende Aufträge mit fabulösen Kunden! Berlin, Berlin, sie fährt nach Berlin!

  • #5

    Mira (Donnerstag, 09 Dezember 2021 17:34)

    Ich finde das super klasse und freue mich so sehr für dich und Uli! :-) Auf zu neuen Ufern und sehen, was es noch so gibt! Ich wünsche euch einen tollen Start in Berlin.